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Samstag, 28. Februar 2015

Der Traum von Olympia

Ein Graphik Novel von Reinhardt Kleist













Klappentext: 
Dass Reinhard Kleist in der Lage ist, schwierigste historische Themen in einer Graphic Novel umzusetzen, hat er mit "Der Boxer" bewiesen. Jetzt nimmt er ein aktuelles Thema anhand einer wahren Geschichte auf:

Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Sie wurde jedoch von islamischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Samia Yusuf Omar ertrank 2012 im Alter von 21 Jahren vor der Küste Maltas.

Kommentar:
folgt noch



Samstag, 31. Januar 2015

Die Chronik des Zeichners

Ein Graphic Novel von Hannes Binder (Text und Zeichnungen)













Klappentext:
Als Hannes Binder Tagebücher und Dokumente seiner Grossmutter findet und liest, lernt er auch seinen Urgrossvater kennen. Dieser wollte Maler werden, doch sein Vater, ein von der aufkommenden Industrie bedrängter Kammmacher, bittet ihn, sich das gut zu überlegen. Auch der erfolgreiche Maler Koller, den er plein air antrifft, warnt ihn vor dem harten Brot der Kunst. Die Dokumente aus dem Schreibtisch seiner Grossmutter bef lügeln des Zeichners Fantasie, er reist in die Vergangenheit, ins neunzehnte Jahrhundert, als der junge Urgrossvater die Kunst liebt und eine Diessenhofener Wirtstochter, als die Industrie das Handwerk bedrängt und die aufkommende Fotografie die Malerei. Und er erinnert sich an seine eigene Jugend als Kunststudent in den Sechzigerjahren mit seinem Aufbruch zu neuen Ufern. Dann kam das Neue in Form der Computer, mit dem jeder Illustrationen fabrizieren kann … Sein Urgrossvater wurde Kaufmann, aber der Zeichner zeichnet noch immer.

Autoreninfos












Hannes Binder, geboren 1947, Studium in der Künstlerklasse der Kunstgewerbeschule Zürich, Grafiker in Mailand, dann drei Jahre Illustrator und Grafiker in Hamburg. Lebt heute freischaffend als Illustrator und Maler in Zürich und lehrt Illustrationsgeschichte an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Luzern. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet und nominiert, unter anderem mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis oder für den für den Hans-Christian-Andersen-Award.

Kommentar:
Ein wunderschön gezeichnete Graphic Novel, wo alle möglichen Perspektiven und Zeitebenen ineinander fliessen. Mit seiner detailgetreuen Schabtechnik lässt uns der Illustrator Hannes Binder durch Vergangenheit und Gegenwart wandern und gibt gekonnt Einblick in sein Leben uns das seines Urgrossvaters. Der Text und die Zeichnung bilden eine bestechende Einheit.


The Beatles

Ein Graphic Novel von Angus Allan (Text) und Arthur Ranson (Zeichnungen)














Klappentext:
Die ultimative Beatles-Biografie, von Arthur Ranson gezeichnet, einem der renommiertesten britischen Comic-Künstler, und aufgeschrieben vom bekannten Musikjournalisten Angus Allan.
Erleben Sie noch einmal die Stationen der vier Jungs aus Liverpool. Vom ersten Zusammentreffen von Paul McCartney mit John Lennon über ihre frühen Auftritte im Hamburger Kaiserkeller bis hin zu den Aufnahmen des legendären Abbey-Road-Albums.

Autoreninfos












Der englische Comic-Zeichner Arthur James Ranson wurde in 1939 in Hornchurch, Essex, geboren. Er studierte Malerei, machte eine Lehre als Druckvorlagenhersteller und arbeitete einige Jahre als Werbegrafiker, bis er sich mehr und mehr der Comic-Welt zuwandte. Ranson produzierte über die Jahrzehnte zahllose Comic-Seiten für unterschiedliche Genres, aber auch einige TV-und Kino-Verwertungen. Des Weiteren zeichnete er immer wieder Comic-Biographien. Soentstanden neben «The Beatles» Umsetzungen der Biographien bekannter Musikgrössen wie der von Elvis, Abba oder den Sex Pistols.













Angus Peter Allan war ein britischer Schriftsteller und Comic-Redakteur. Geboren in Wimbledon (1937) und dort aufgewachsen, begann er bereits 1952 seine Karriere im Verlagswesen. Er betreute dort wöchentliche Serien. Über die Jahre arbeitete Angus Allan an diversen Comic-Formaten wie z.B. dem bekannten britischen Zeitungsstreifen «Garth» und an vielen TV- und Kino-Umsetzungen. Er war auch stark involviert in britischen TV-Produktionen von Regisseur und Produzent Gerry Anderson. Im Jahr 1990 zog Angus Allan mit seiner Frau Gillian nach Frankreich und verstarb dort 2007.

Kommentar:
Über die Geschichte der Beatles kann man eine Bibliothek füllen. Vieles ist bekannt und vieles bleibt noch als mystisches Relikt bewusst unerklärt, aber das gehört auch zum Marketing. Diese Graphic Novel wurde Anfang der Achtziger Jahre vom britischen Zeichner Arthur Ranson in seinem schönen  fotorealistischen Schwarzweiss-Stil nach Texten des Musikjournalisten Angus Allan gestaltet. Sie bringt aber keine neuen Tatsachen über die Beatles ans Licht. Alles bleibt ein wenig oberflächlich und kommt fade daher. Wer sich aber einen schnellen Überblick über die Karriere «Fab Four» verschaffen möchte, ist mit diesem Band gut bedient.






Sonntag, 15. Juni 2014

Wizzywig – Das Porträt eines notorischen Hackers

Ein Graphic Novel von Ed Piskor (Text und Zeichnungen)














Klappentext:
Die USA in den 1970er-Jahren. Computer sind nur etwas für Freaks und Fachleute. Doch Kevin Phenicle hat begriffen, welches Potential in der neuen Technologie steckt. Der hochbegabte Junge bringt sich selbst Programmieren bei und findet heraus, wie man Datenbanken und Telefonsysteme manipulieren kann. Schon bald wird das FBI auf ihn aufmerksam, und eine gnadenlose Hetzjagd auf den angeblichen Superhacker beginnt. Kevin wird im Fernsehen gebrandmarkt und zu einem gefährlichen Kriminellen abgestempelt, der die nationale Sicherheit bedroht. Ed Piskor vermischt in seiner fiktiven Biografie Wizzywig die Lebensläufe mehrerer Hacker, die es tatsächlich gegeben hat. Ein cleverer Comiccocktail über die Frühphase der Personalcomputer und des Hackertums, gleichermaßen spannend, witzig und tragisch.

Autoreninfo:
Ed Piskor wurde 1982 geboren und studierte an der Joe Kubert School of Cartoon and Graphic Art. Seit 2005 ist er als professioneller Zeichner tätig. Bekannt wurde Piskor durch seine Zusammenarbeit mit Szenarist Harvey Pekar, einem Pionier des US-Underground-Comix. Er zeichnete für Pekars autobiographische Serie American Splendor und schuf mit ihm die beiden Graphic Novels Macedonia und The Beats. Wizzywig ist sein erstes großes Solo-Projekt. Piskors Stil ist beeinflusst von der Underground Comicszene der 1960er und 1970er Jahre. Als eines seiner wichtigsten Vorbilder nennt er Robert Crumb.

Kommentar:

Wer etwas über das Häckertum der Anfänge erfahren möchte, hält hier den richtigen Comic bzw. Graphic Novel in den Fingern. Die fiktive Häcker-Biografie steht stellvertretend für reale, im Verlauf ihrer «Karrieren» oft sogar inhaftierte Hacker-Grössen wie Robert Morris oder Kevin Mitnick. Sicherlich ist «Wizzywig» nicht der heisseste Comic der Saison, aber wer sich für das Thema und seine Legenden interessiert, ist hier gut bedient. Ed Piskor hat die Häcker-Zeitreise solide gezeichnet und hie und da fühlt man sich an Robert Crumb erinnert.