Herausgegeben von Wolfgang Kleinert und Dieter Schwalm (Sammelband)
Klappentext
2014 war ein Jahr der Kriege: Nicht nur diese Kriege, auch die Hilflosigkeit der Politik und die schwer durchschaubare Berichterstattung stellten alles andere in den Schatten! Ausser Ebola vielleicht. Und dabei vor allem die Angst, der todbringende Virus könnte sich über Afrika hinaus verbreiten. Aber 2014 war mehr als Angst und Schrecken. Es war das Jahr einer unglaublichen ADAC-Pannenserie, der Einführung der Frauenquote beim Steuerhinterziehen durch Alice Schwarzer, des Siegeszuges von Europagegnern ins Europäische Parlament ... Und natürlich auch ein Jahr, in dem der Zeitgeist unbeirrbar voranschritt und der Humor sich nichtunterkriegend liess! Das alles zeigt dieser fünfte Band der Besten-Bilder-Reihe, die festhalten will, wie sich Satire, Humor und Zeichenstile in Deutschland entwickeln und was von den jeweiligen Jahren in Erinnerung bleibt.
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Sonntag, 14. Dezember 2014
Konrad und Paul - ist der Ruf erst ruiniert ...
Ein Comic von Ralf König (Sammelband)
Klappentext:
«Konrad und Paul» tauchten erstmals 1990 in der Zeitschrift
Magnus auf, inzwischen sind sie fast 25 Jahre zusammen und ihre Erlebnisse aus
dem schwulen Alltag sind Kult – nicht nur in der Kernzielgruppe! Diese Perle
des Bücherschranks enthält alle schwarzweißen Abenteuer und Alltäglichkeiten
der beiden. Um genau zu sein: die vergriffenen Bände «Konrad und Paul» 1-3 aus
den Jahren 1990-1998, veredelt von einem farbigen Comic-Vorwort vom «Knollennasen-König» persönlich! Wie schrieb dereinst das "PLAYGIRL"
so treffend: „Muss man sich wundern, dass Ralf König mit seinen Geschichten
über Männerbeziehungen zu den meistgelesenen Comic-Zeichnern Deutschlands
gehört? Nein, Konrad & Paul ist wieder mitten aus dem schwulen Leben
gegriffen, trifft aber auf ‚normale’ Beziehungen nicht weniger zu!“
Autoreninfos:
Ralf König, geboren 1960 in Soest, Westfalen, ist mit Übersetzungen in mittlerweile 18 Sprachen der populärste deutsche Comic-Zeichner. Seine ersten Comics zeichnete er im Alter von 19 Jahren, der Durchbruch kam 1987 mit "Der bewegte Mann". Sönke Wortmanns Verfilmung mit Katja Riemann, Til Schweiger und Joachim Król wurde der damals zweiterfolgreichste Film der deutschen Kinogeschichte und lief in 47 Ländern.
Mittwoch, 21. Mai 2014
Wie ein leeres Blatt
Ein
Graphic Novel von Pénélope Bagieu (Autorin und Boulet (Zeichnungen)
Klappentext:
Pénélope Bagieu variiert in WIE EIN LEERES BLATT
das klassische Thema einer Heldin mit Gedächtnisverlust auf ebenso wunderbare
wie originelle Weise. Die junge Pariserin Eloise kommt eines Abends auf einer
Bank zu sich und weiß nicht mehr, wer sie ist. Langsam erforscht sie ihr
eigenes, leider viel zu banales Leben, in dem sie sich weder als Geheimagentin
noch als Klon ihrer Selbst oder als Verbrecherin entpuppt. Ohne je
herauszufinden, was ihr zugestoßen ist, ergreift sie die Chance und beginnt ihr
Leben noch einmal neu - wie ein leeres Blatt.
Autoren Info:
Penelope Bagieu wurde 1982 als
Tochter korsischer und baskischer Eltern geboren, und studierte an der Ecole
nationale supérieure des Arts Décoratifs, wo sie sich auf Multimedia und
Animation spezialisierte. Nach ihrem Abschluss arbeitet sie in der Illustration
und für große Werbekampagnen, für Buchverlage und für Pressepublikationen. Es
folgen die dreibändige Comic-Serie JOSEPHINE, die alsbald eine Verfilmung, und
Übersetzungen in zahlreichen Ländern erfährt, sowie das Album CADAVRE EXQUIS im
Rahmen der Reihe »Bayou«, das 2010 in die Auswahl des Comic-Festivals von
Angoulême aufgenommen wird. Ausserdem ist sie Herausgeberin einer Comic-Reihe
im Taschenbuchformat.
Boulet, 1975 geboren, beginnt
zunächst im Magazin TCHÔ! des Verlags Glénat zu veröffentlichen, wo seine vier
Hauptserien veröffentlicht werden: RAGHNAROK, LA RUBRIQUE SCIENTIFIQUE, WOMOKS
mit Reno als Zeichner, sowie LE MIYA, mit eben jenem Reno, Julien Neel und
Libon. Gleichzeitig ist er (neben Nicolas Wild) Co-Autor für Lucie Albons LE VŒU
DE MARC, und für LE VŒU DE SIMON (neben Lucie Albon selbst).
Kommentar:
Boulet und Pénélope Bagieu erzählen
eine interessante und spannende Geschichte, die einem relativ kurz gefassten
aber glaubwürdigen Ende zuläuft. Hauptaugenmerk liegt auf der
selbstentfremdeten Eloise und ihrem Umgang mit dem somit nicht alltäglichen
Alltag. Humorvoll gehen die Autoren auch damit um, dass Eloise immer wieder
obskuren was-wäre-wenn-Gedanken nachhängt. Mir hat die Geschichte sehr
gefallen. Die Zeichnungen wirken klar und auf den ersten Blick verspielt und erfrischend
simpel. Sie entpuppen sich aber oftmals als detaillierte, vielschichtige
Spiegelungen der Handlungsebene. Graphisch sehr interessant. Was mit
Leichtigkeit und Spannung daher kommt, offenbart sich als existentielle Suche
nach dem eigenen Ich. Und die beschäftigt schließlich uns alle. Oder?
Sonntag, 4. Mai 2014
Die Liebe
Ein Comic von Bastien Vivés
Klappentext:
Ah, die Liebe! Mit diebischer
Freude seziert Bastien Vivès die unterschiedlichen Spielarten des schönsten
Gefühls der Welt. Ob nun beim ersten Rendezvous gewissenhaft die Checkliste der
potenziellen Gemeinsamkeiten abgearbeitet wird oder der Kollegin eine SMS mit
der Einladung fürs spontane Schäferstündchen geschickt wird: In Bastien Vivès’
pointierten Episoden über zwischenmenschliche Verstrickungen aller Art wird
nichts beschönigt, sondern gnadenlos aufs Korn genommen. Mit schnellem Strich
legt Bastien Vivès in “Die Liebe” sein Augenmerk auf den Dialog zwischen Paaren.
Boshaft, dramatisch, schonungslos ehrlich und zum Schreien komisch.
Über den Autor:
Bastien Vivès, geboren 1984, kann bereits in
jungen Jahren auf ein vielfältiges Œuvre zurückblicken. Mit Büchern wie
"Der Geschmack von Chlor" und "Polina" hat er sich als
Vorreiter einer neuen Generation französischer Comicschaffender etabliert.
"Die Liebe" bildet den Auftakt zu einer Reihe von thematisch
zusammengestellten Miniaturen, die Bastien Vivès zunächst auf seinem Blog
veröffentlichte.
Kommentar:
Eine ideale Ergänzung zu den
pointierten Dialogen sind Bastien Vivès’ lässig hingeworfene Zeichnungen. Der
Illustrator erzählt seine Geschichten mit sich im Laufe der Handlung kaum
verändernden Einzelbildern und zeigt fast nie die Mimik seiner reduziert
dargestellten Hauptfiguren. Ich persönlich finde die Zeichnungen genial.
Parallelen mit den chinesischen oder japanischen Tuschzeichnungen sind zu
erkennen.
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