Montag, 28. Juli 2014

Der Pilot mit dem Edelweiss

Ein Comic von Yannick Le Pennetier (Text) und Romain Hugault (Zeichnungen),  Valentine (Band 1) und Sidonie (Band 2)





Band 1: Valentine
1917. Hoch über den schlammigen Schützengräben, in denen sich Franzosen und Deutsche abschlachten, kämpfen täglich Flieger beider Nationen in gnadenlosen Zweikämpfen, bis zu dem Tag, an dem eine geheimnisvolle deutsche Albatros mit einem großen Edelweiß auf dem Rumpf auftaucht, die den Schrecken bis ins Herz der berühmten Staffel der Störche trägt ...

Aus welchem Grund wird ein todesmutiges Ass wie Henri Castillac plötzlich bei jedem Auftauchen dieses feindlichen Flugzeuges von Angst und Schrecken übermannt? Welches schreckliche Geheimnis teilt Henri mit seinem Bruder Alphonse, der selbst ein ehemaliger Pilot ist, aber zur Panzerwaffe versetzt wurde?


Und vor allem: Was ist im Januar 1910 während eines der schrecklichsten Hochwasser der Seine wirklich auf der Pariser Brücke »Pont de l’Alma« passiert?

Band 2: Sidonie
Getreu seinem Versprechen, Henri Castillac zu töten, überfliegt Erik, der Pilot mit dem Edelweiß, den Flugplatz der Staffel der Störche und fordert Henri zum Duell am Himmel heraus.
Henri de Castillac, von panischer Angst erfasst, geht mit seinen Kameraden nach Paris auf Urlaub. Doch anders als sonst sucht er weder die Folies Bergère auf noch sucht er amouröse Abenteuer.
Er hat ein geheimnisvolles Treffen auf dem Pont de l’Alma. Dort trifft er seinen Zwillingsbruder Alphonse, der von der Luftwaffe zu den Tanks strafversetzt wurde, und macht ihm einen furchtbaren Vorschlag ...

Kommentar:

Nach Romain Hugaults "der letzte Flug" und "der große Uhu" liefert der französische Künstler zwei Teile seines neuesten Meisterwerks ab. Die Flugzeuge aus dem 1. Weltkrieg sind sehr schön und detailreich gezeichnet, die Story über den Kampf eines französischen und deutschen Piloten fesselnd, aber etwas unglaubwürdig. Im dritten Band wird es natürlich die Auflösung geben.




Apache Junction (Band 1)

Ein Comic von Peter Nuyten (Text und Zeichnungen)















Klappentext:
Nach dem Tod ihres Guerilla-Anführers Cochise sorgen die Apachen weiterhin für Unruhe. 1875 flieht der Chiricahua Apache Schwarzer Wolf zusammen mit einer Gruppe von Kriegern aus dem Reservat von San Carlos. Aus Angst vor einem neuen Krieg schickt Fort Apache den Kurier Roy Clinton sofort zu Fort Bowie, um sie zu warnen. Unterwegs findet dieser einen ausgebrannten Wagen mit der Leiche eines unbekannten Mannes darin. Nachdem er ihn begraben hat, wird ihm der Überfall durch zwei Apachen beinahe zum Verhängnis. Schwer verwundet erreicht er die Bentley Farm. Von diesem Augenblick an wird Clinton in eine äußerst delikate Angelegenheit verwickelt…

Autoreninfos:
Nuyten Peter wurde 1962 in Nijmegen (NL) geboren. Er ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Peter Nuyten arbeitet nicht nur als Illustrator  sondern auch als Comiczeichner und Designer. Seine Inspiration kommt von überall und nirgends. 

Kommentar:

Ein klassischer Western Comic mit guten und bösen Jungs (und Mädels). Erinnert mich ein wenig an Blueberry von Moebius und Charlier. Die Geschichte gibt einen Einblick in die Welt der Apachen und ihre Guerilla mit der amerikanischen Armee. Der Plot ist einfach und so wie es den Anschein macht, auf mehrere Bände ausgelegt. Die Hauptperson ist halb Apache, halb Weisser und kämpft mit dem im Western nicht unbekannten Dilemma der „Zugehörigkeit“. Die Zeichnungen sind detailliert und schön koloriert. Für Westernfans empfehlenswert.


Der Schrei des Falken (Gesamtausgabe, Band 2)

Ein Comic von Patrice Pellerin (Text und Zeichnungen)















Klappentext:
Durch eine Intrige wird Yann de Kermeur - genannt «der Falke» - des Mordes am Grafen Kermellec angeklagt. Wird er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen können? Der spannende und ausgefeilte Abenteurcomic - in der Tradition von "Der Rote Korsar" und "Reisende im Wind" - spielt im 18. Jahrhundert, der grossen Zeit der Segelschifffahrt.

Der Author Patrice Pellerin, der künstlerisch in der Tradition von André Juillard steht, ist für seine Detailtreue bekannt. Das bringt es leider mit sich, dass der Leser auf ein neues Album jeweils rund zwei Jahre warten muss.

Kommentar

Spannend, spannend und wie oben bereits erwähnt, sehr detailgetreu und plastisch gezeichnet sowie gut erzählt. Eine Räuber und Gendarm Erzählung mit viel Wirklichem und auch einigem Unwirklichen. Abenteuer pur. Die mehrbändige Geschichte wurde 1994 begonnen und umfasst inzwischen 9 Bände. Eine Art never ending Story bzw. ein Bestseller. Nun, ich bin kein Fan von solchen Mega-Mehrbändern, denn irgendwann laugt die Geschichte aus. Die erste zwei Bände, die nun in einem Gesamtband vorliegen, machen mich nun aber doch süchtig auf mehr ......