Samstag, 31. Januar 2015

The Beatles

Ein Graphic Novel von Angus Allan (Text) und Arthur Ranson (Zeichnungen)














Klappentext:
Die ultimative Beatles-Biografie, von Arthur Ranson gezeichnet, einem der renommiertesten britischen Comic-Künstler, und aufgeschrieben vom bekannten Musikjournalisten Angus Allan.
Erleben Sie noch einmal die Stationen der vier Jungs aus Liverpool. Vom ersten Zusammentreffen von Paul McCartney mit John Lennon über ihre frühen Auftritte im Hamburger Kaiserkeller bis hin zu den Aufnahmen des legendären Abbey-Road-Albums.

Autoreninfos












Der englische Comic-Zeichner Arthur James Ranson wurde in 1939 in Hornchurch, Essex, geboren. Er studierte Malerei, machte eine Lehre als Druckvorlagenhersteller und arbeitete einige Jahre als Werbegrafiker, bis er sich mehr und mehr der Comic-Welt zuwandte. Ranson produzierte über die Jahrzehnte zahllose Comic-Seiten für unterschiedliche Genres, aber auch einige TV-und Kino-Verwertungen. Des Weiteren zeichnete er immer wieder Comic-Biographien. Soentstanden neben «The Beatles» Umsetzungen der Biographien bekannter Musikgrössen wie der von Elvis, Abba oder den Sex Pistols.













Angus Peter Allan war ein britischer Schriftsteller und Comic-Redakteur. Geboren in Wimbledon (1937) und dort aufgewachsen, begann er bereits 1952 seine Karriere im Verlagswesen. Er betreute dort wöchentliche Serien. Über die Jahre arbeitete Angus Allan an diversen Comic-Formaten wie z.B. dem bekannten britischen Zeitungsstreifen «Garth» und an vielen TV- und Kino-Umsetzungen. Er war auch stark involviert in britischen TV-Produktionen von Regisseur und Produzent Gerry Anderson. Im Jahr 1990 zog Angus Allan mit seiner Frau Gillian nach Frankreich und verstarb dort 2007.

Kommentar:
Über die Geschichte der Beatles kann man eine Bibliothek füllen. Vieles ist bekannt und vieles bleibt noch als mystisches Relikt bewusst unerklärt, aber das gehört auch zum Marketing. Diese Graphic Novel wurde Anfang der Achtziger Jahre vom britischen Zeichner Arthur Ranson in seinem schönen  fotorealistischen Schwarzweiss-Stil nach Texten des Musikjournalisten Angus Allan gestaltet. Sie bringt aber keine neuen Tatsachen über die Beatles ans Licht. Alles bleibt ein wenig oberflächlich und kommt fade daher. Wer sich aber einen schnellen Überblick über die Karriere «Fab Four» verschaffen möchte, ist mit diesem Band gut bedient.






Izunas, Kamigakushi (Band 1 der zweiten Zyklus)

Ein Comic von Savero Tenuta (Text) Bruno Letizia und Carita Lupatelli (Zeichnungen)













Klappentext:
Von jeher wird der heilige Wald von den Izunas beschützt. Als einer von ihnen ohne jede Erklärung mit menschlicher Gestalt zur Welt kommt, scheint das Gleichgewicht zwischen der Welt der Geister und der Welt der Menschen gebrochen. Aki, die ohne ihr Wissen zum Werkzeug der teuflischen Dämonen geworden ist, stellt eine Gefahr für ihre Gemeinschaft dar. Um ihre Unschuld zu beweisen, wird sie die Regeln brechen und sich in die Welt der Menschen begeben… Neuer Zyklus zur Erfolgsserie »Die Legende der scharlachroten Wolken«.





Der Fremde

Ein Graphic Novel von Jaques Ferrandez (Text und Zeichnungen) nach dem Roman von Albert Camus













Klappentext:
Der Roman von Albert Camus wurde gleich nach seinem Erscheinen 1942 zur literarischen Sensation. Heute gilt er als einer der wichtigsten Texte des Existentialismus – kaum ein Französischschüler oder -student kommt um ihn herum. Jacques Ferrandez hat die Geschichte eines jungen Mannes, der eher aus Versehen einen Mord begeht, unter Verwendung des Originaltextes zu einer eindringlichen Graphic Novel gemacht.
In dem vielleicht bekanntesten Werk Camus’ geht es um den jungen Franzosen Meursault im Algier der 1930er Jahre, der durch einen lächerlichen Zufall zum Mörder wird. Doch wichtiger als diese Tat ist die Haltung, die Meursault dem Leben gegenüber hat: Alles, was ihm geschieht oder was er tut, ist sinnlos, absurd. Der Tod seiner Mutter berührt ihn ebenso wenig wie der Heiratsantrag seiner Freundin oder der Mord, den er begangen hat. Selbst die bevorstehende Todesstrafe löst keine Reue in ihm aus. Erst als er schließlich die Absurdität seines Daseins akzeptiert, erkennt Meursault, dass der einzige Sinn des Lebens die Existenz selbst ist. Kaum ein Roman hat ganze Generationen von Lesern so beeinflusst wie Der Fremde.

Autoreninfos












Der Illustrator: Jacques Fernandez, geb.1955 in Algier, ist Comiczeichner und Illustrator und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Die franko-algerische Geschichte liegt ihm dabei besonders am Herzen. Der leidenschaftliche Jazz-Musiker lebt heute in Südfrankreich.









Albert Camus, geb. 1913 in Algerien, gilt als einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller und Philosophen des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Der Fremde, Der Mythos und Sisyphos, sowie Die Pest, in denen sich seine einflussreiche Philosophie des Absurden widerspiegelt. 1957 wurde Camus mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 1960 starb er nach einem Autounfall.

Kommentar:
Gezeichnete Adaptionen berühmter Romane von Nobelpreisträgern sind kein einfaches Unterfangen. Ferrandez erzählt die Geschichte anhand des Originaltextes. Er bringt die  Emotionslosigkeit, welche nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht, gekonnt herüber.
Die Gerichtsverhandlung nimmt bei ihm vielleicht zu viel Raum ein, obwohl sie natürlich zentral ist. Kleines Zeichnerisches Detail bei dieser Verhandlungen ist, dass Jean Paul Sartre als Gerichtkorrespondent und (anfänglich) bekennender Existentialist, zwar nicht namentlich erwähnt, aber unverkennbar im Saal sitzt. Ferrandez legt hinter die konventionellen Panels oft eine weiche Aquarellzeichnung, die den Leser sofort in die Atmosphäre der jeweiligen Szene einstimmt. Das ist alles sehr souverän gemacht und wird ruhig erzählt. Man muss kein Fan von Camus (und Sartre) sein, um dieses Album zu mögen.




Jackie Kottwitz (Sammelband 3)

Ein Comic von Alain Dodier (Zeichnungen), Pierre Makyo und Serge Le Tendre (Texte)













Klappentext:
Er wäre gern wie Bogart... und ist doch eher wie Monsieur Hulot.
Ein kleiner Feinschmecker ist er und Träumer. Mit den Gedanken meist woanders, hat er dafür das Herz am rechten Fleck. Mitunter etwas schreckhaft - zugegeben - doch wenn´s drauf ankommt, hält ihn nichts und niemand auf. Denn Jackie ist vor allem eins: richtig pfiffig, auch wenn man es ihm selbst auf den zweiten Blick manchmal nicht ansieht!
So heiter und schwungvoll tritt er in die großen Fußstapfen seiner berühmten Detektiv-Kollegen, dass er regelmäßig hineinstolpert... in die Fälle, die nicht schnell genug vor ihm fliehen konnten. So löst unser junger Privatdetektiv auf seine unverwechselbare Art - immer liebenswert und ein kleines bisschen kauzig - die finstersten Mysterien, blutigsten Dramen und durchtriebensten Verbrechen auch schon auf, noch bevor er richtig realisiert hat, wo er da eigentlich hineingeraten ist. Mit Jackie Kottwitz (Jérôme K. Jérôme Bloche) verdanken wir Makyo und Serge Le Tendre sowie nicht zuletzt dem wunderbaren Zeichentalent Alain Dodiers eine kleine Perle, die mit der vorliegenden Gesamtausgabe nun endlich auch im deutschsprachigen Raum ihren angestammten Platz unter den zeitlosen Klassikern franko-belgischer Comickunst erhält.

Autoreninfo:












Alain Dodier ist am 02. Mai 1955 in Dunkerque (Frankreich) geboren.

Kommentar:
Jackie Kottwitz ist keiner der üblichen harten Knochen, wie sie ein Humphrey Bogart auf der Kinoleinwand vorlebte. Er ist aber auch kein Jean Gabin, der einem Maigret sein unverwechselbares Äusseres verlieh. Jackie Kottwitz ist eine Spürnase mit Feingefühl, könnte aber hin und wieder etwas von den Fähigkeiten seiner beruflichen Verwandten gebrauchen. Alain Dodier (Zeichner), der die Serie zusammen mit den Erzählern Pierre Makyo und Serge Le Tendre ins Leben rief, hat einerseits einen optischen Antihelden geschaffen, andererseits ist ihm mit dem jungen Detektiv von nebenan ein sehr zeitloser Charakter gelungen, an dem die Jahrzehnte spurlos vorüber gehen. Jackie Kottwitz ist ein rundum sympathischer privater Ermittler.