Mittwoch, 11. Juni 2014

Buddha, Der Weg der Weisheit (Band 8)

Ein Graphic Novel von Osamu Tezuka













Klappentext:
In BUDDHA widmet sich Osamu Tezuka voller Fabulierlust dem Leben und Wirken des Begründers des Buddhismus und entführt den Leser in das historische Indien. Ebenso humorvoll wie auch sozialkritisch erzählt der Großmeister des Manga die abenteuerliche Geschichte des Fürstensohns Siddharta Gautama, der vor ca. 2500 Jahren aus seiner Tradition ausbrach und zum Erleuchteten wurde: fähig seinen Weg aus dem leidvollen Leben zu finden und diesen auch anderen zu weisen. Osamu Tezuka, als Japaner selbst in einer buddhistischen Kultur aufgewachsen, arbeitete zehn Jahre an BUDDHA. Zahlreiche Auszeichnungen (darunter der renommierte Eisner Award) und internationale Ausgaben belegen den Erfolg seines humanistischen Epos, das ohne Zweifel zu den großen Meisterwerken der Comicgeschichte zählt.

Autoreninfo:
Osamu Tezuka wurde am 3. November 1928 in Toyonaka (Provinz Osaka) geboren. Als er sieben Jahre alt war, zog seine Familie nach Takarazuka, wo er schon während seiner Grundschulzeit damit begann, Manga zu zeichnen. Osamu Tezuka starb 1989 an Krebs. Einen Tag nach seinem Tod erschien in einer japanischen Tageszeitung ein Nachruf, in dem auch die Frage gestellt wird, weshalb die Menschen im Ausland nicht in dem Masse Comics liebten wie es die Japaner täten. Die Antwort gibt der Verfasser am Ende selbst: »Eine Antwort ist, daß es in ihren Ländern keinen Tezuka gegeben hat!« In seiner Heimat Japan hat Osamu Tezuka einen höheren Stellenwert als Hergé oder Walt Disney in der westlichen Welt. 1994 wurde in seiner Heimatstadt Takarazuka die Tezuka-Osamu-Gedenkhalle errichtet, um sein Leben und Werk zu würdigen, denn Tezuka gilt als der Urvater des Manga, in Japan wird er gar als »Manga no kamisama - Gott des Manga« bezeichnet.




Blut und Tränen – Zehn Tage im Mai (Band 1)

Ein Comic von Laurent Rollier (Text) und Hervé Duphot (Zeichnungen)














Klappentext:
Mai 1940. Deutschland startet eine Großoffensive gegen Belgien, Holland und Frankreich. Tausende Männer und Frauen machen sich auf den Weg, um aus der Gefahrenzone zu fliehen. In entgegengesetzter Richtung dieser menschlichen Flutwelle bewegt sich Leutnant Beaujour, mit der Mission den berühmten Physiker Professor Staelens zu finden…

Autoreninfos:
Laurent Roulier wurde 24.04.1959 geboren. Als studierter Historiker arbeitet er als Journalist für Presse und Radio sowie in der Werbung und schreibt Drehbücher für Animationsfilme. Sein großes Interesse für den Zweiten Weltkrieg zeigt sich in dem Szenario zu „Blut und Tränen“, in dem er den Alltag der Kriegsjahre 1939/40 zeigen will - eine Zeit, über die weniger bekannt ist, da sie für Frankreich wenig ruhmreich war. 

Hervé Duphot arbeitet nach einem Abschluss in Kommunikations- wissenschaften als Grafiker in der Werbung und illustriert Taschenbücher. Später ergreift er den Lehrerberuf, was ihm erlaubt, gleichzeitig seiner wahren Leidenschaft nachzugehen: dem Comic. 2009 kontaktiert ihn der Verlag Delcourt und bietet ihm „Blut und Tränen“ an.

Kommentar:
Ein gut und detailliert gezeichneter Comic, aber etwas langweilig. Nachdem Lesen ist nicht wirklich etwas übrig geblieben. Die Geschichte ist austauschbar. Vielleicht, weil ich schon zu viele WO II Comics durchgeackert habe und etwas immun für „Blut, Schweiss und Tränen“ geworden bin.




Dienstag, 27. Mai 2014

Blast (Band 3: Augen zu und durch)

Ein Graphic Novel von Manu Larcenet



















Klappentext:
Wahnsinniger Psychopath oder gerissener Killer? Polza Mancini steht unter Mordverdacht und zieht die Ermittler immer tiefer in seine Welt. Scheinbar ungerührt berichtet er über Suizid, Missbrauch und körperliche Gewalt. Nur der Name Carole Oudinot scheint die Selbstbeherrschung des unförmigen Riesen einen Moment lang ins Wanken zu bringen. Das psychologische “Katz-und-Maus-Spiel” mit der Polizei steuert auf seinen Höhepunkt zu.
Autoreninfos:
Manu Larcenet, geboren 1969, zählt zu den führenden Autoren des frankobelgischen Gegenwartscomics, der sich traumwandlerisch sicher zwischen den Gattungen und Stilen bewegt. Sein vielfältiges Schaffen reicht vom Kindercomic über Sozialstudie bis hin zur sensiblen autobiografischen Geschichte. 2012 wurde "Blast" 1 in Angoulême prämiert.

Kommentar:
Der Zeichner und Autor Manu Larcenet hat mich schon lange als Fan für sich gewonnen. Mit «Blast» begibt er sich in eine düstere Schwarzweisswelt, die nur in seltenen Momenten mit Farbe angereichert wird, wenn der Blast über Polza Mancini hereinbricht. Diese farbenfrohen Muster und Piktogramme wurden anscheinend von Kindern gezeichnet und passen sehr gut zu der psychologisierten Erzählung.
Larcenet erzählt und zeichnet mit grosser emotionaler Wucht, und so sehen die Zeichnungen auch aus. Viel Schwung, viel Dynamik, manchmal nur als Skizze oder Schatten in der Nacht, dann wieder mit vielen Details. Auch im Band 3 ist der Hauptcharakter Polza Mancini ziemlich unappetitlich geblieben und muss sich - wie schon in den vorherigen Bänden - in einem Polizeiverhör verantworten. Was ihm genau zur Last gelegt wird, wird im vorliegenden Band etwas klarer; nämlich ein Mord oder zwei sogar! Das Verhör stellt weiterhin die Rahmenhandlung von Blast dar, denn in ihm erzählt Polza aus seinem Leben.
Es ist ein anderer Larcenet, als der, den man bis anhin aus «Die Rückkehr aufs Land» und «Der alltägliche Kampf» kannte. Man hat den Eindruck, als hätte sich nicht nur seine Hauptfigur von allen sozialen, sondern er selbst sich auch von allen grafischen Zwängen befreit.
Beim Verlag Dargaud in Frankreich wurde bereits der vierte und letzte Band von Blast herausgegeben. Warten wir also mit Spannung auf die Übersetzung!